Die Selbstbedienungsmentalität der Politiker ist immer wieder erstaunlich

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„Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein. An einem solchen Denken kann Deutschland scheitern.“ So tönte vor nicht allzu langer Zeit unser Aussenminister zur Ausbildung, Herr Guido Westerwelle (Klick).

Gemeint waren Bürger, die sich nach seiner Meinung zu einfach an den öffentlichen Kassen bedienen, doch man gewinnt den EIndruck, er habe vielleicht insgeheim doch jemanden ganz anderem im Auge, nämlich sich selbst und seine Kollegen in der schwarz-gelben Koalition oder die politische Kaste unseres Landes an sich? Fast mutet es nämlich so an, wenn man drei Meldungen zusammenfasst, die (nicht nur) die Hannoversche Neue Presse auf der Seite 2 der Weihnachtsausgabe (24.12.2010) zusammenfasste:

Da richtet das Land Nordrhein-Westfalen (damals noch von Herrn Rüttgers regiert) den Parteienkoalitionären nach gelungenem Abschluss des Koalitionsvertrages zur schwarz-gelben Koalition in Berlin ein nettes Fest in ihrer Landesvertretung aus – und die 40 Anwesenden verköstigen 75 Flaschen Wein für knapp 6.500,00 EUR – manche Flasche bis zu 90,00 EUR teuer. Zahlen wollen die Parteisoldaten dafür aber nur maximal 30,00 EUR pro Flasche, den Rest übernimmt bisher der Steuerzahler in NRW. Nun ja, gemundet haben muss es jedenfalls, Kanzlerin Angela Merkel jedenfalls war wohl von der Gastfreundschaft begeistert: „Die Verpflegung war wunderbar. Wir wurden verwöhnt.“ Auch CSU-Chef Horst Seehofer lobte die NRW-Cuisine: Endlich sei die „Tütensuppen-Verpflegung“ der großen Koalition erledigt. Stellung nehmen gegenüber dem zuständigen Landesrechnungshof zu diesem Vorgang muss nun übrigens die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen, inzwischen gestellt von einer anderen Partei – nur die humoristische Krönung in dieser an sich traurigen Geschichte. (Näheres zB ...Zum vollständigen Artikel

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