VG Berlin: Christel bleibt Christel – bei Eintragung im Schuldnerverzeichnis keine Namensänderung möglich

Mit Urteil vom 03.12.2010 (Az. VG 3 K 11.09) hat das VG Berlin entschieden, dass eine im Zentralen Schuldnerverzeichnis Eingetragene keine Änderung ihres Namens beanspruchen kann.

Zum Sachverhalt:

Eine „Christel“ berief sich darauf, Ihr Name sei eindeutig christlich geprägt. Dies widerspreche ihrer Glaubensüberzeugung als Zen-Buddhistin. Statt ihres bisherigen Namens beabsichtige sie, fortan einen ihrem Glauben entsprechenden Vornamen zu führen. Das zuständige Berliner Bezirksamt lehnte dieses Änderungsbegehren ab, bot der „Christel“ aber gleichzeitig an, den Wunschnamen zusätzlich führen zu dürfen. Hierauf wollte sich die Klägerin aber nicht einlassen und erhob Klage vor dem zuständigen Verwaltungsgericht, das die Klage nun abwies.

Nach Auffassung des Berliner Gerichts darf gemäß Namensänderungsgesetz der Vorname nur im Falle des Vorliegens eines wichtigen Grundes geändert werden. Dies sei dann anzunehmen, wenn die Abwägung aller für und gegen die Namensänderung streitenden schutzwürdigen Belange ein Übergewicht der für die Änderung sprechenden Interessen ergibt ...

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