Trennungsunterhalt

Anders als beim Kindesunterhalt gibt es beim Trennungsunterhalt für Ehegatten keine Tabelle. Hierfür wird in der Regel die 3/7-Methode angewandt. Es sind folgende Fallkonstellationen zu unterscheiden:

1) Unterhaltspflichtiger ist erwerbstätig, Unterhaltsberechtigter ist ohne Einkommen

Dies dürfte die häufigste Fallkonstellation in den sog. „Hausfrauenehen“ sein. Ein Partner geht arbeiten, der andere Partner kümmert sich um Haushalt und Kinder. Hier wird das Einkommen des arbeitenden Ehegatten bereinigt und zwar um Steuern/Sozialabgaben, ggf. Kindesunterhalt, Versicherungen und Schulden. Von dem hiernach verbleibenden Nettoeinkommen stehen dem nicht erwerbstätigen Unterhaltsberechtigten 3/7 zu. Gegebenenfalls kommt noch die Hälfte des sonstigen Einkommens hinzu. Obergrenze ist der volle Unterhalt entsprechend den ehelichen Lebensverhältnissen

2) Ehegatte arbeitet auch ohne Erwerbsobliegenheit

In der Zeit des Trennungsjahres ist der Ehegatte, welcher während der Ehezeit keiner Erwerbstätigkeit nachging, nicht verpflichtet, eine Arbeit aufzunehmen. Es besteht keine Erwerbsobliegenheit ...

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