Fall Kachelmann: Zum Fest der Liebe schiesst „Bild“ noch einmal aus vollen Rohren

© Rolf Handke / pixelio.de

Der Prozess um Herrn Kachelmann vor dem Landgericht Mannheim treibt schon seine seltsamen Blüten – und damit sind nicht nur die Vorgänge im Gerichtssaal selber gemeint, sondern auch die diversen Kommentare in den Medien; und jetzt, kurz vor Weihnachten, legt die „Bild“ noch einmal richtig nach und lässt ihre Kolumnist(inn)en Alice Schwarzer und Franz Josef Wagner noch einmal so richtig aus dem Vollen schöpfen; deren Pamphlete muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen lassen:

(Klick) und (Klick)

Da ist zunächst einmal Alice Schwarzer, die selbsternannte Rächerin alle Frauen dieser Welt, die neue Gerichtsreporterin, die inzwischen bei eigener weitgehender Abwesenheit vom Prozess trotzdem der Meinung ist, der geneigten Leserschaft ihre intimen Ansichten zu präsentieren:

Der neue Verteidiger des Angeklagten, Herr Rechtsanwalt Johann Schwenn aus Hamburg, bekommt es von ihr knüppeldick: er wird erst einmal ironisch zum „Staranwalt“ - natürlich in Ausführungszeichen gesetzt, dann wird er reduziert auf Prozesse in Sexualverfahren (und dort wird wieder einmal mit den Ausführungszeichen gearbeitet, obwohl es gerade Strafverteidiger Schwenn zu verdanken ist, dass ein Unschuldiger aus der Haft frei kommen konnte), dann „disst“ (ein Slangausdruck (Klick), dessen Verwendung dann doch schon Rückschlüsse auf die Schreiberin zulässt) der Rechtsanwalt angeblich Staatsanwaltschaft, Gericht, Sachverständige und Zeugen, und zusätzlich zeigt sich Frau Schwarzer noch extrem genervt von seinem „nasalen, monotonen Dauerredeschwall“. Jawohl, so sehen distanzierte, sachliche Berichte von Strafprozessen aus, frei von jeglichen persönlichen Animositäten und Anfeindungen, da können sich andere Journalisten ein Beispiel nehmen ...Zum vollständigen Artikel


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