10 Euro die Stunde – Was steckt hinter dem Lidl-Vorstoß beim Mindestlohn?

Mit diesem Vorschlag hatte wohl kaum einer gerechnet: Discounter Lidl fordert einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 10 Euro pro Stunde. Da brandete sogar bei der Gewerkschaft ver.di spontaner Szenenapplaus auf. Gleich mal eins vorweg: Einen allgemeinen Mindestlohn in dieser Höhe befürworten wir uneingeschränkt, aufmerksame Leser des Betriebsrat Blog kennen uns da gut. An sich würden wir uns deshalb gerne in die Riege der Unterstützer miteinreihen. Wir wissen jedoch, dass gerade die Discounter und ganz besonders Lidl kein Geld zu verschenken haben. Da macht es einen schon etwas stutzig, wenn eine solche Initiative gerade aus der härtesteten Preiskampfecke kommt. Was also steckt hinter diesem Vorschlag? Drei einfache Gedanken dazu:

Gedanke 1: Es erscheint kaum realistisch, dass die Einzelhandelsbranche bei so was mitziehen würde. Hier ist preislich alles extrem auf Kante genäht. Gerade das Discounter-Modell läuft nur dann gewinnbringend, wenn Personal- und Overheadkosten für den Verkäufer minimal bleiben. Ansonsten funktioniert das System nicht. So kam dann auch prompt das Gegenfeuer vom Handelsverband Deutschland HDE: Als “unrealistisch” bewertete dessen Chef Heribert Jöris den Vorstoß. Die Löhne würden bundesweit zwischen 7 Euro und 8,80 Euro liegen.

Dazu kommt: Die politische Großwetterlage ist hinsichtlich eines allgemeinen Mindestlohnes nach wie vor ziemlich bescheiden ...

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