“Scheckbuch-Mitbestimmung” bei XXXLutz?

Im Juli 2009 berichtete der Betriebsrat Blog über schwere Vorwürfe, die von der Gewerkschaft ver.di gegenüber dem vor allem in Süddeutschland aktiven Möbelhändler XXXLutz erhoben wurden: Von zahlreichen zum Teil massiven Arbeitszeitverletzungen war da die Rede und von einem ziemlich rüden Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Nun gerät das Unternehmen kurz vor Weihnachten erneut in heftige Kritik. Nach einem Bericht von Spiegel Online werfen Betriebsräte und ver.di dem Konzern sog. “Scheckbuch-Mitbestimmung” vor. Besonders kritische Arbeitnehmervertreter sollen mit Geld mundtot gemacht worden sein.

Geschildert wird dies am Beispiel von Michael Voss, einem Betriebsrat in der Passauer Niederlassung von XXXLutz. Der Kollege habe sich während einer Betriebsversammlung im Oktober 2008 mit dem damaligen Geschäftsführer der Filiale angelegt. Der Grund: Verwendung falscher Zahlen. Als Mitglied des Wirtschauftsausschusses habe er die richtigen Zahlen gekannt und die Aussage des Geschäftsführers “vor laufender Kamera” korrigiert. Daraufhin soll es zu einem Eklat gekommen sein. Der Geschäftsführer sei kurz nach der Versammlung zu Voss gekommen und habe ihm 60.000 Euro angeboten. Bedingung: Er müsse das Unternehmen sofort verlassen.

ver.di-Sekretär Dirk Nagel kennt noch andere Geschichten ...

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