BGH: Der Chefarzt mit der Zitruspresse

Die seltsamen Methoden des früheren Eigentümers, Geschäftsführers und zugleich Chefarztes der Chirurgischen Abteilung eines Krankenhauses, welcher Zitronensaft als ein geeignetes Mittel zur Behandlung schwerwiegender Wundheilungsstörungen einsetzte, sind Gegenstand eines Verfahrens des BGH [Az: 3 StR 239/10, Vorinstanz LG Mönchengladbach - Urteil vom 15. Januar 2010 - 27 Ks 2/10], für welches am 22. Dezember 2010 Verkündungstermin terminiert ist. Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Körperverletzung mit Todesfolge (§ 227 StGB) zu der Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt und deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt. Nach den Urteilsfeststellungen hat der Angeklagte zusätzlich zur Antibiotikagabe in die in Folge einer Darmoperation entzündete Operationswunde einer 80-jährigen Patientin in Zitronensaft getränkte Streifen eingelegt und später die Wunde zusätzlich mit einer mit Zitronensaft aufgezogenen Spritze ausgespült ...

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