Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter

Am Beispiel Geringwertige Wirtschaftsgüter lässt sich das Durcheinander im deutschen Steuerrecht sehr anschaulich zeigen. Lange Zeit konnte man alle Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 410 Euro sofort als Betriebsausgaben abziehen. Dann wurden 2008 neue Abschreibungsregeln für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 1.000 Euro netto eingeführt und das bis dahin geltende Wahlrecht bei geringwertigen Wirtschaftsgütern mit Werten bis zu 410 Euro deutlich eingeschränkt. Kaum hatte man sich an das neue Institut “Sammelposten” gewöhnt, kamen mit Wirkung ab 01.01.2010 schon wieder neue Abschreibungsregeln.

Damit man bei all dem Durcheinander noch den Überblick behält, hat das Bundesfinanzministerium am 30.09.2010 ein Schreiben zu den neuen Abschreibungsregeln bei Geringwertigen Wirtschaftsgütern veröffentlicht. Grundsätzlich gilt, dass abnutzbare, bewegliche und selbständig nutzbare Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens im Rahmen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abzuschreiben sind.

Nach § 6 Abs. 2 EStG besteht jedoch ein Wahlrecht, die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren, beweglichen und selbständig nutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens sofort in voller Höhe als Betriebsausgaben abzuziehen, wenn deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 410 Euro netto nicht übersteigen ...

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