LG Berlin: Kein Rechtsverstoß der Presse bei Bericht über bezahltes Doping-Gutachten

Eine Journalistin darf in einem Zeitungsartikel darüber berichten, dass eine unter Doping-Verdacht stehende Eisschnell-Läuferin ein bezahltes Gutachten auf einer Pressekonferenz vorgestellt hat (LG Berlin, Urt. v. 26.10.2010 - Az.: 27 O 577/10).

Bei der Klägerin handelte es sich um eine Eisschnell-Läuferin, welche u.a. bei den Olympischen Spielen Medaillen gewonnen hatte. Es wurden bei ihr erhöhte Blutwerte festgestellt, woraufhin sie wegen angeblichen Dopings vom Eislauf-Weltverband für zwei Jahre gesperrt wurde, was der internationale Sportgerichtshof bestätigt hatte. In einer Pressekonferenz stellte sie ein von ihr in Auftrag gegebenes Gutachten vor. Das von einem Wissenschaftler erstellte Gutachten kam zu dem Schluss, dass es sich bei dem erhöhten Blutwert um eine natürliche, genetisch bedingte Ursache handle ...

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