LG Köln: 200,- EUR Schadensersatz pro Lied bei P2P-Fällen

Das LG Köln (Beschl. v. 01.12.2010 - Az.: 28 O 594/10) hat entschieden, dass in P2P-Urheberrechtsverstößen ein Schadensersatz von 200,- EUR pro Musiktitel angemessen ist.

Die in Anspruch genommene Mutter argumentierte, dass sie nicht auf Schadensersatz hafte, da ihre minderjährige Tochter die Lieder heruntergeladen und dann zum Download angeboten habe.

Die Kölner Richter ließen diese Argumentation nicht gelten. Die Beklagte habe ihrer Tochter den Zugang zum Internet ermöglicht, also träfen sie bestimmte Überwachungspflichten. Da hierzu von Beklagtenseite nichts Brauchbares vorgetragen worden sei, sei davon auszugehen, dass sie diese Prüfpflichten nicht eingehalten habe. Die Beklagte hafte daher auch auf Schadensersatz.

Pro Musiktitel sei eine Summe von 200,- EUR Schadensersatz angemessen ...

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