Zeitarbeit: Tarifverträge der CGZP sind unwirksam, Lohnnachzahlungen für Leiharbeiter möglich!

Das Bundesarbeitsgericht hatte über die Tariffähigkeit der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) zu entscheiden. Die CGZP ist ein Zusammenschluss von heute noch 6 sechs Gewerkschaften des Christlichen Gewerkschaftsbundes (CGB). Die CGZP hat zahlreiche Tarifverträge für die Branche der Zeitarbeit abgeschlossen.

Die von der CGZP abgeschlossenen Tarifverträge sind in der Vergangenheit häufig als „Dumping-Tarifverträge“ oder „Billigtarifverträge“ kritisiert worden. Grund für die Kritik ist, dass in den Tarifverträgen der CGZP zu Ungunsten der Leiharbeiter von dem eigentlich bestehenden Gleichbehandlungsgrundsatz mit den Stammarbeitnehmern abgewichen wird: Nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz gilt der Grundsatz, dass Leiharbeitnehmer hinsichtlich Lohn, Urlaub und Arbeitszeit genau so zu behandeln sind, wie die im Entleiherbetrieb fest angestellten Arbeitnehmer („gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ bzw. „equal pay“ und „equal treatment“-Grundsatz).

Es wurde schon lange gezweifelt, ob die CGZP überhaupt tariffähig ist, d.h. ob sie überhaupt wirksam Tarifverträge abschließen kann. Mit dieser Frage hatte sich jetzt das Bundesarbeitsgericht (BAG) zu befassen ...

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