Gesundheitsgefahren durch WLAN? Ein klarer Fall für das Familiengericht!

Nach der Scheidung war der Mutter die alleinige elterliche Sorge für das Kind übertragen worde. Der mittlerweile fast 17-Jährige besucht ein Gymnasium in Bremen. In der Schule wird ein drahtloser Internetzugang im Wege eines Wireless Local Area Network (WLAN) betrieben.

Das beunruhigt den Kindesvater, denn er ist der Auffassung, die von einem WLAN-Zugang ausgehende elektromagnetische Strahlung sei gesundheitsgefährdend. Er beabsichtigt deshalb, im Namen seines Sohnes ein Gerichtsverfahren vor dem Verwaltungsgericht gegen die Schulbehörde zu führen, um einen Weiterbetrieb des WLAN-Zugangs im X-Gymnasium zu verhindern.

Er hat erstinstanzlich vor dem Familiengericht in der Hauptsache und im Verfahren auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zunächst beantragt, die Zustimmung der Kindesmutter zu einem entsprechenden verwaltungsgerichtlichen Verfahren zu ersetzen. Zuletzt hat er beantragt, der Kindesmutter das Recht der Gesundheitsfürsorge zu entziehen und auf ihn zu übertragen.

Das OLG sagt dazu durchaus verständnisvoll:

Dem Antragsteller ist also durchaus zuzugestehen, dass seine Bedenken im Hinblick auf die gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung, wie sie von WLAN-Zugängen ausgeht, nicht ganz fernliegend sind ...

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