Leistungskürzung wegen relativer Fahruntüchtigkeit

Mit dem Urteil des OLG Hamm vom 25.08.2010 (Aktenzeichen: 20 U 74/10) liegt erstmals eine obergerichtliche Entscheidung zu der Frage vor, in welchem Maße eine Vollkaskoversicherung zur Leistungskürzung berechtigt ist, wenn der Versicherungsnehmer im Zustand relativer Fahruntüchtigkeit einen Unfall verursacht hat. Das Gericht sprach sich dafür aus, dass im Regelfall von einer Kürzungsquote von 50 Prozent auszugehen sei und diese, je nach Alkoholisierungsgrad, prozentual anzuheben sei.

In dem zu entscheidenden Fall war die Klägerin in einer Linkskurve von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Laterne geprallt. Zum Unfallzeitpunkt lag aufgrund einer Blutalkoholkonzentration 0,59 Promille bei der Klägerin eine relative Fahruntüchtigkeit vor. Gleichwohl verlangte sie von ihrer Versicherung Ersatz des vollen Schadens ...

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