Überwachung am Arbeitsplatz: GPS vs. Datenschutz

GPS-Navigationssysteme gehören heute nicht nur in Logistikunternehmen zur Grundausstattung. Zum einen erleichtern sie den Fahrern die Zielfindung und zum anderen ermöglichen sie den Arbeitgebern eine möglichst optimale Einsatzplanung.

Fragt man in Unternehmen nach, ob Ortungssysteme an Fahrzeugen genutzt werden, sind die Antworten ganz unterschiedlich – je nachdem, ob man Arbeitnehmer oder Arbeitgeber fragt. Oftmals ist deren Einsatz für die Führungsebene so selbstverständlich, dass die Arbeitnehmer darüber nicht einmal informiert werden. Denn schließlich werden ja nur die Fahrzeuge geortet und nicht die Mitarbeiter überwacht.

Aber ganz so einfach ist es nicht.

Der folgende Beitrag ergänzt die bereits in unserer Reihe „Überwachung am Arbeitsplatz“ erschienenen Artikel „Telefonnutzung vs. Datenschutz“, „E-Mail vs. Datenschutz“ und „Internetnutzung vs. Datenschutz“ und soll einen kurzen Überblick über einige (datenschutz-)rechtliche Rahmenbedingungen zum Einsatz von GPS-Ortungssystemen bei Mitarbeitern vermitteln.

Sachlage

Für Arbeitgeber ist es interessant zu wissen, wo sich die jeweiligen Mitarbeiter, ob Außendienstler oder LKW-Fahrer, befinden. Auch bei Fuhrparks ist diese Information zur Optimierung der Einsatzplanung sinnvoll. Doch oftmals werden zum GPS-Einsatz keine Regelungen getroffen oder GPS-Aufenthaltsorte (z.B. bei Firmenwagen oder Firmenhandys) auch außerhalb der Arbeitszeit eingesehen. Und hier fangen die Probleme an.

Problem

Durch GPS ist es möglich, den Aufenthaltsort von Mitarbeitern in ihren Fahrzeugen permanent zu überwachen. Prinzipiell werden zwar nur die Fahrzeuge geortet. Aufgrund der Zuordnung einzelner Fahrzeuge zu den jeweiligen Mitarbeitern entsteht jedoch ein Personenbezug, so dass es sich bei Standortdaten von GPS-Geräten um personenbezogene Daten im Sinne von § 3 Abs. 1 BDSG handelt ...

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