Steckt in dem aktuellen Filesharing-Urteil "300 Euro Schadensersatz pro Musiktitel" des Landgerichts Düsseldorf doch mehr?

Das Landgericht Düsseldorf hat in einer kürzlich gefassten Entscheidung den zu zahlenden Schadensersatz für das Filesharing eines Musiktitels auf 300,- Euro festgesetzt. Dabei hat das Gericht sich zum Vergleich auf den GEMA-Tarif für Streaming VR-W I bezogen und dabei als Basis die Mindestvergütung von 100,- Euro je angefangene 10.000 Zugriffe gewählt. Hierauf wurden noch einmal 50% aufgeschlagen, da statt Streaming ein Download in Frage steht. Dieser Betrag wurde dann noch einmal verdoppelt, weil sich die einmal angebotene Datei unkontrolliert verbreiten könne - ergo: Schadensersatz = 300,- Euro. So weit, so unspektakulär. Interessant ist aber ein kleines Wort, das mir in der Urteilsbesprechung bei Rechtsanwalt Hänig aufgefallen ist. Das Gericht hatte sich nämlich auch mit einem anderen GEMA-Tarif VR-OD 5 namens "Music-on-Demand für den privaten Bereich" auseinandergesetzt. Darin wird die Vergütung in Abhängigkeit vom Endverkaufspreis festgesetzt. Das Gericht meinte diesbezüglich, dieser Tarif könne schon von seinem Gegenstand her nicht unmittelbar auf den vorliegenden Fall angewandt werden ...Zum vollständigen Artikel

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