Das Leben der Anderen

Die immer weiter zunehmende Chat-Bereitschaft nicht nur über die Tastatur, sondern auch über die (meist in neueren Laptops schon eingebaute) Kamera gepaart mit günstigen Flatrates, die dazu führen, dass viele Computer 24/7 angeschaltet sind, bedeuten auch für ambitionierte Cyberkriminelle spannende Herausforderungen. In mehreren Fällen ist in der letzten Zeit über Täter berichtet worden, die über das Internet auf die Kamera ihrer Opfer zugegriffen haben und – wortwörtlich – so in Wohn- und Schlafzimmer eingedrungen sind. In einem Fall brüstete sich der Täter vor seinen Freunden, dass er umfangreiches Material, z.B. einer Teenagerin in Schuluniform, einer Mutter mit ihrem Neugeborenen im Krankenhaus sowie intimes sexuell einschlägiges Material auf diese Weise auf seinen Rechner gebracht habe.

In einem anderen Fall ging der Täter auf die gleiche Weise vor und sicherte sich vor allem Bilder, auf denen die ahnungslosen Opfer beim An- und Ausziehen zu sehen waren. Etwa drei Millionen Bilder wurden auf seinem Rechner später gefunden. Nachweislich war er in einem guten halben Jahr in fast 100 Rechner von Kindern und Erwachsenen eingedrungen.

Technisch waren sich beide Täter ähnlich ...

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