Das Schachspiel des Julian Assange

Während ich in diesem Blog stets die Süddeutsche als den letzten Hort des seriösen Journalismus und SPIEGEL / SPIEGEL Online häufig kritisierte, scheint sich das Verhältnis in den letzten beiden Wochen ins Gegenteil verkehrt zu haben. Das “ehemalige Nachrichtenmagazin” enthält seit dem Deal mit WikiLeaks wieder Nachrichten, während der Chefankläger politische Redakteur der Süddeutsche und andere Schreiberlinge dieses Blattes gegen WikiLeaks in einer Weise wettern, die teils deftige Gegenreaktionen provozierte.

In gewohnt kompetenter Weise setzen sich die beiden Edel-Nerds Frank Richter und Fefe vom Chaos Computer Club in ihrem Podcast Alternativlos mit den Medienreaktionen auseinander, wobei sie auch die Strategie des durchaus streitbaren Julian Assange analysieren. Der Programmierer dürfte einen Großteil der Reaktionen programmiert haben, oder sollte es tatsächlich Zufall sein, dass er ausgerechnet viele US-Firmen mit Dienstleistungen betraute, die sie jetzt in Interessenkonflikte mit der US-Regierung bringen? Und diese Zensur-Versuche Empörung und harsche Gegenreaktionen auslösen?

So gesehen war das PR-Kalkül des als genialen Hacker geltenden Assange eine Meisterleistung ...

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