Strafbarkeit von Low-Orbit-Ion-Cannon und „Anonymous“-Aktionen

Zunächst einmal zur grundsätzlichen Strafbarkeit von der Teilnahme an „Anonymous“-Aktionen die zum DoS von Internetseiten führen sollen.

Das kann man kurz machen, DoS-Attacken sind strafbar. Ob es hier tatsächlich zum Erfolg, also der Unerreichbarkeit der Seite kommt, ist unerheblich. Auch das versuchte Herbeiführen der Unerreichbarkeit ist strafbar. (§ 303a Abs. 2)

Die Aktionen werden in der Regel als Protest verstanden werden. Daher ist es natürlich Ziel der Ausführenden, dass sie ein entsprechendes Medienecho erzeugen und vom Betreiber wahrgenommen werden. Ein Angriff auf einen unbedeutenden Dienst würde weder den Betreiber treffen, noch ein nennenswertes Presseecho herbeiführen. In der Regel betreffen die Aufrufe zur Störung von Webseiten daher immer für den Betreiber wichtige Dienste.

Dadurch verwirklichen die Ausführenden den §303b. Erleidet das Opfer durch den Angriff auch noch einen Vermögensschaden von großem Ausmaß (In der Regel gegeben ab 50.000 Euro [Leipziger Kommentar, §303b, 35] ...

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