Der Schriftsatz im Hausfrauentest

Sind Hausfrauen die besseren Anwälte? Klaro sind sie das! Hausfrauen sind genial. Schiere Alleskönner. Jede, absolut jede Hausfrau ist beispielsweise in der Lage auch kleinste Fragmente komplexer Sachverhalte ad hoc richtig zu deuten, jede Art von Schriftsatz präzise zu analysieren, ja, zu zerpflücken und noch an Ort und Stelle neu zu strukturieren. Ohne die Zusammenhänge zu kennen. Ohne juristische Vorkenntnisse. Und – Boom – Volltreffer! Alles sofort fett überblickt! Jedes Problem schnellstens erkannt. Und allzeit die passende Lösungen parat. Ja, so sind sie, unsere Hausfrauen. Einfach toll.

Nein, im Ernst: Die lieben, guten, die echten Hausfrauen können eigentlich gar nix dafür, dass eine der größten Zivilisationslügen nach ihnen benannt wurde: der Hausfrauentest. Jup, richtig gelesen. Jene völlig absurde und konterproduktive Unsitte, komplett unbeteiligte Dritte spontan, quasi zwischen Tür und Angel, mit der Beurteilung von erbrachten Leistungen zu bemühen. Was ein Schwachsinn! Allein beim Schreiben über dieses Phänomen könnte ich über die Tastatur kotzen. Bäh! Aber kein Sorge, ich erklär natürlich gleich warum. Also weiterlesen!

Der Hausfrauentest. Was ist das? Hausfrau steht für Freund, Kollege, Chef, Oma, Onkel, Ehefrau, Tenniskumpel oder wen auch immer. Nahestehend oder flüchtigst bekannt. Scheißegal. Hauptsache er, sie oder es war nicht in die Entstehung des zu beurteilenden Werkes oder der Leistung involviert. Nicht als Auftragnehmer. Und nicht als Auftraggeber. Denn letzterer sind, nehmen wir hier mal an, wir. Nehmen wir weiter an, es geht um unser neues Kanzleilogo. Gestern wurde es vom Designer präsentiert … Hmmm, und irgendwie sind wir noch nicht 100%ig sicher. Es sind irgendwo zwischen 86 und 99%. Logisch. Denn wär es kompletter Mist, müsste man ja keinen Hausfrauentest durchführen. Und fänden wir es megageil auch nicht ...

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