Kündigungsschutzklage selbst einreichen?

Kündigungsschutzklage selbst einreichen?

Vor Weihnachten werden von den Arbeitgebern Kündigungen - meist betriebsbedingte Kündigungen - ausgesprochen,häufig – bei kurzen Arbeitsverhältnissen – dann meist zum 31.12.2010. Der Arbeitnehmer kann sich gegen die Kündigung nur mittels Kündigungsschutzklage wehren. Die Frage ist nun, ob er diese selbst erheben kann oder einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht z.B. in Berlin dafür benötigt?

Kündigungsschutzklage durch Arbeitnehmer einreichen ohne Rechtsanwalt?

Grundsätzlich braucht der Arbeitnehmer für die Erhebung der Kündigungsschutzklage z.B. in Berlin (aber auch in ganz Deutschland) keinen Anwalt. Was aber nicht heißt, dass die Einschaltung eines Rechtsanwalts nicht sinnvoll ist.

kein Anwaltszwang vor dem Arbeitsgericht

Vor dem Arbeitsgericht kann sich der Arbeitnehmer selbst vertreten. Theoretisch braucht er für die Vertretung keinen Rechtsanwalt. Ob die „Selbstvertretung“ gerade in Kündigungsschutzsachen sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Die Rechtskenntnisse und die Erfahrung, über die ein Anwalt – gerade bei der Spezialisierung auf das Arbeitsrecht – verfügt, kann ein Laie gar nicht haben. Diese Erfahrung und auch das nötige Verhandlungsgeschick führen häufig dazu, dass dem Arbeitnehmer zumindest eine Abfindung (Vergleichsverhandlung) zukommt.

Selbsterhebung der Kündigungsschutzklage zum Arbeitsgericht

Der Arbeitnehmer kann die Kündigungsschutzklage selbst zum Arbeitsgericht erheben. Zuständig ist das Arbeitsgericht am Sitz des Arbeitnehmers (in den meisten Fällen). Die Kündigungsschutzklage muss innerhalb einer Frist von 3 Wochen erhoben werden. Sitz der Arbeitgeber in Berlin und kündigt dem Arbeitnehmer betriebsbedingt zum 31.12.2010, wobei die Kündigung am 9. November 2010 übergeben wird, muss der Arbeitnehmer Kündigungsschutzklage zum Arbeitsgericht Berlin bis zum 30 ...

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