Verwaltungsgericht: 29-jähriger Türke hat nicht ernsthaft studiert

Im Fall der von der Abschiebung bedrohten Familie des 29-jährigen Hakan Cengiz hat das Würzburger Verwaltungsgericht die schriftliche Urteilsbegründung vorgelegt. Selbst bei wohlwollender Betrachtung könne nicht davon ausgegangen werden, dass Cengiz sein Studium in Nürnberg und Darmstadt „ernsthaft und ordnungsgemäß“ betrieben habe.

Von der Aufenthaltserlaubnis für den Kursleiter beim Würzburger „Mainbildung Förderverein e.V.“ hängen auch die seiner schwangeren Ehefrau und seines zweijährigen Sohnes ab. Wie mehrfach berichtet, hat der 29-jährige Bauingenieur das Aufenthaltsrecht in Deutschland erhalten, weil er hier im Aufbaustudium den Master in seinem Fach machen wollte. Nach fünf Semestern, in denen Cengiz „trotz wiederholter Aufforderung durch die Behörden“, so das Gericht, keinen einzigen Studiennachweis vorgelegt hat, hat ihm die Würzburger Ausländerbehörde die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis verweigert.

Zu Recht, wie das Gericht bereits am 24. November entschieden hat. In der Verhandlung hatte Cengiz bestätigt, wegen fachlicher Sprachprobleme nur an Vorlesungen, aber nie an Prüfungen teilgenommen zu haben. Für die Verwaltungsrichter ist es laut Urteil nicht nachvollziehbar, weshalb der 29-Jährige nicht einmal den Versuch unternommen hat, den von den Hochschule geforderten Studienplan aufzustellen oder Klausuren zu schreiben. „Der bloße Besuch von Vorlesungen kann unter diesen Umständen für die Annahme einer ernsthaften Studienabsicht nicht ausreichen“, so das Gericht.

Kurz zusammengefasst: Cengiz hat die Anforderungen des Ausländerrechts nicht erfüllt ...

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