Teilungsversteigerung des Familienheims nach Trennung - Ein Gebiet mit vielen Fallstricken

Heute hat der BGH auf dem komplizierten Gebiet der Teilungsversteigerung des Familienheimes eine Entscheidung vom 20.10.2010 (XII ZR 11/08) veröffentlicht, die man als Betroffener kennen sollte.

Wenn Eheleute, die gemeinsam Eigentümer des Familienhauses sind, sich nicht über einen freien Verkauf an Dritte oder über eine Auszahlung des anderen Ehegatten einigen können, bleibt nur der Weg der sog. Teilungsversteigerung, eine Art freiwillige Zwangsversteigerung der Immobilie. Wer diesen Weg geht, sollte sich unbedingt mit dem Versteigerungsverfahren auskennen.

Im vorliegenden Fall hatte der Ehemann selbst das Haus mit einem Bargebot von 3000,- € ersteigert. Das heißt allerdings nicht, dass er nur 3000,- € zahlen muss, sondern er übernimmt auch z.B. die Grundschulden und Hypotheken, die im sog. geringsten Gebot enthalten sind.

Nun bestanden Grundschulden, bei denen die zugrundeliegende Bankkredite bereits überwiegend oder sogar ganz von den Eheleuten getilgt waren. Der Ehemann übernahm also eingetragene Grundschulden, die gar keinen Kredit mehr sicherten ...

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