Notarieller Ausschluss des Versorgungsausgleichs kann sittenwidrig sein!

Der notarielle Ausschluss des Versorgungsausgleichs für den Fall der Scheidung der Ehe kann sittenwidrig und damit nichtig sein. Dies hat das OLG Hamm in einem jetzt veröffentlichten Beschluss vom 10.03.2010 (Az.: II-5 UF 198/09) festgestellt.

Der Entscheidung lag ein notarieller Ehevertrag zugrunde, der vor Heirat der Beteiligten im Jahr 1991 abgeschlossen wurde und einen Ausschluss des Versorgungsausgleichs vorsah.

Bei Vertragsschluss war bereits geplant, dass sich die Ehefrau der Betreuung der gemeinsamen Kinder widmen sollte und und deshalb auf eine altersversorgungsbegründende Erwerbstätigkeit in der Ehe verzichten würde.

Das OLG Hamm hat darin einen Verstoß gegen § 138 Abs. 1 BGB erkannt, weil der Ausschluss des Versorgungsausgleichs natürlich dazu führte, dass die Ehefrau aufgrund des schon beim Vertragsschluss geplanten Zuschnitts der Ehe über keine hinreichende Alterssicherung verfügte.

Dieses Ergebnis sei mit dem Gebot ehelicher Solidarität schlechthin unvereinbar ...

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