Altersphasenmodell nicht tot, sondern mausetot

Er arbeitet bei den Berliner Verkehrsbetrieben, sie ist ReNo-Gehilfin. Nach der Geburt ihres Sohnes setzte sie für 3 Jahre mit der Berufsstätigkeit aus und arbeitet nun wieder 25 Wochenstunden im erlernten Beruf.

Trennung, Scheidung. Sie verlangt nachehelichen Betreuungsunterhalt, da ihr eine Ausweitung ihrer Berufstätigkeit nicht möglich sei. Das FamG verurteilt zur Zahlung von Elementarunterhalt in Höhe von 193,20 € und von Altersvorsorgeunterhalt in Höhe von 48,54 €.

Das KG weist die Berufung zurück. Eine Betreuung im Hort über täglich zehn Stunden (8 – 18.00 Uhr) sei nicht mehr mit dem Kindeswohl vereinbar; die Mutter benötige auch Zeit, die defizitäre Grundschulausbildung des Sohnes zu ergänzen. Eine Betreuung durch Vater und Großeltern scheitere am nicht aufgearbeiteten Elternkonflikt.

Auf die zugelassene Revision hat der BGH das Urteil aufgehoben und die Sache zurückverwiesen.

Das Berufungsgericht hat eine vollzeitige Betreuung des gemeinsamen Kindes in einer kindgerechten Einrichtung allein im Hinblick auf das Alter des Kindes aus grundsätzlichen Erwägungen abgelehnt. Individuelle Umstände, die diese Entscheidung rechtfertigen könnten, lässt das Berufungsurteil vermissen ...

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