Drogen im Straßenverkehr? Der Fahrer MUSS doch schuld sein!

Es hatte sich ein Verkehrsunfall ereignet in einer ganz typischen Konstellation: Ein Linksabbieger, der auf ein privates Grundstück fahren wollte, kollidierte mit einem überholenden Fahrzeug.

Besonderheit: Der Überholer gab selbst an, ca. 20 km/h zu schnell gewesen zu sein. Die Polizei stellte zudem fest, daß er Kokain konsumiert hatte.

Gleichwohl: Der von hier vertretene Versicherer des Überholers zahlte „nur“ 50% des Schadens. Auf den ersten Blick befremdlich? Das sah wohl auch der Eigentümer des abbiegenden Fahrzeuges (gefahren von seiner Ehefrau) so, der Klage einreichte und sich mit Vorwürfen nicht zurückhielt:

Der Überholer sei keineswegs nur 20 km/h, sondern mindestens 70 km/h zu schnell gefahren. Seine Geschwindigkeitseinschätzung sei gänzlich abwegig. Im drogenbedingten Rauschzustand sei es dem Überholer doch gar nicht möglich gewesen, Geschwindigkeiten auch nur halbwegs zutreffend abzulesen oder einzuschätzen.

Es folgte eine gerichtliche Beweisaufnahme: Eine vom Kläger benannte Zeugin gab an, daß das abbiegende Fahrzeug wohl erst recht kurz vor dem Abbiegen den Fahrtrichtungsanzeiger betätigt habe ...

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