Abschaffung der elektronischen Signatur bei Rechnungen

Eines der wohl größten bürokratischen Monster in der Internet-Gesetzgebung sind vermutlich die Gesetze zur elektronischen Signatur, die unter anderem Unternehmen bei der Versendung von Rechnungen an vorsteuerabzugsberechtigte Empfänger verpflichten, diese mit einer qualifizierten elektronischen Signatur zu versehen, da andernfalls die Rechnung nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt.

In der Praxis haben viele Unternehmen sich aus technischen, finanziellen und infrastrukturellen Gründen gegen die elektronische Signatur entschieden und damit ein Gesetz und die dazugehörige Verordnungen und Richtlinien völlig ins Leere laufen lassen. In den Unternehmen selbst wird die Relevanz eher gering eingestuft und entweder, der Empfänger zum Ausdruck und Falten der empfangenen Rechnung aufgefordert oder die Rechnung schlicht auf dem Postweg versendet. Bei den Finanzämtern ist die Signatur überwiegend kein Prüfungsschwerpunkt mehr.

Die Praxisrelevanz der Signatur ist derzeit also gering und es ist nicht zu erwarten, dass die bisherigen Hürden irgendwann einmal durch die Unternehmen genommen werden. Im Bereich der Rechnungsschreibung gegenüber Verbrauchern ist die Signatur zudem von geringer Bedeutung, da diese keine vorsteuerabzugsberechtigten Rechnungen benötigen. Mit dem neuen ePersonalausweis ist es fraglich, ob der Signatur überhaupt irgendwann noch einmal zum Durchbruch verholfen werden kann ...

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