Zentrales Testamentsregister vom Bundestag beschlossen

Informationen zu verwahrten Testamenten und Erbverträgen werden zukünftig nicht mehr von 5.200 Standesämtern und dem Amtsgericht Schöneberg auf Karteikarten verwahrt, sondern von dem nun einzurichtenden elektronischen Zentralen Testamentsregister. Den entsprechenden Gesetzesbeschluss fasste der Bundestag vergangenen Donnerstag (BT Drs. 17/4063 und 17/2583).

Bei den schwerwiegenden Nachteilen des derzeitigen veralteten Systems stellt sich die Frage: Warum erst jetzt?

Da der Informationsweg vom Todesfall bis zum Eröffnen der letztwilligen Verfügungen durch das Nachlassgericht nicht nur über verschiedene Ämter, sondern sogar über den Postweg verläuft, kommt es in vielen Erbfällen zu monatelangen Verzögerungen, bis Klarheit über sämtliche von Nachlassgerichten oder Notariaten verwahrten Testamente und Erbverträge besteht. Die potenziellen Erben haben zwar von den jüngsten Testamenten zumeist nach dem Erbfall sehr rasch Kenntnis. Diese sind aber dann unwirksam, wenn es frühere bindende Ehegattentestamente oder Erbverträge gibt ...

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