Wie muss der Inhaber eines Internetanschlusses diesen absichern? Abmahnkanzlei fordert weit gehende Maßnahmen - zurecht?

Inhaber von Internetanschlüssen müssen, das wissen wir ja, Vorkehrungen treffen, dass über ihren Anschluss keine rechtswidrigen Handlungen begangen werden, etwa keine urheberrechtlich geschützte Musik in Tauschbörsen angeboten wird. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil "Sommer unseres Lebens" ja auch einige Ansatzpunkte geliefert:
"Auch Privatpersonen, die einen WLAN-Anschluss in Betrieb nehmen, ist es zuzumuten zu prüfen, ob dieser Anschluss durch angemessene Sicherungsmaßnahmen hinreichend dagegen geschützt ist, von außenstehenden Dritten für die Begehung von Rechtsverletzungen missbraucht zu werden. [...] Welche konkreten Maßnahmen zumutbar sind, bestimmt sich auch für eine Privatperson zunächst nach den jeweiligen technischen Möglichkeiten. [...] Es würde die privaten Verwender der WLAN-Technologie allerdings unzumutbar belasten und wäre damit unverhältnismäßig, wenn ihnen zur Pflicht gemacht würde, die Netzwerksicherheit fortlaufend dem neuesten Stand der Technik anzupassen und dafür entsprechende finanzielle Mittel aufzuwenden. Die Prüfungspflicht im Hinblick auf die unbefugte Nutzung eines WLAN-Routers konkretisiert sich vielmehr dahin, dass jedenfalls die im Kaufzeitpunkt des Routers für den privaten Bereich marktüblichen Sicherungen ihrem Zweck entsprechend wirksam einzusetzen sind." [AnmdRed: Hervorhebungen von mir]
Nun wird natürlich darüber gestritten, was denn diese angemessenen Sicherungsmaßnahmen sein können. Ich selbst gehe davon aus, dass hieran keine erheblichen - vor allen Dingen technischen - Anforderungen gestellt werden können. Die Sicherungen, die bei der automatischen Installation des WLAN angeboten werden, sollten in jedem Fall angemessen sein ...Zum vollständigen Artikel


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