Wesentliche Änderungen der „Düsseldorfer Tabelle“ zum 01.01.2011

Die „Düsseldorfer Tabelle“ wird zum 01.01.2011 geändert werden. Die ab diesem Zeitpunkt geltende Tabelle sieht höhere „Selbstbehalte“ vor, die Unterhaltspflichtigen von ihrem Einkommen übrig bleiben müssen. Zurückzuführen ist diese Anpassung auf die geplante Erhöhung der „Hartz-IV-Sätze“ zum 01.01.2011.Die „Düsseldorfer Tabelle“, die seit mehr als 40 Jahren als Richtschnur bei der Unterhaltsberechnung dient, wird traditionell alle 2 Jahre angepasst. An der Erstellung wirken die Familiensenate des Oberlandesgerichts Düsseldorf und die Familiensenate anderer Oberlandesgerichte sowie das Bundesjustizministerium mit. Nachdem die „Düsseldorfer Tabelle“ bereits zum 01.01.2010 angepasst wurde, wird nunmehr – abweichend vom 2-Jahres-Rhythmus – eine weitere Anpassung zum 01.01.2011 erforderlich. Die vorgesehenen Änderungen der „Düsseldorfer Tabelle“ stehen unter dem Vorbehalt, dass der Bundesrat den vom Bundestag beschlossenen Existenzminimum-Berichten am 17.12.2010 zustimmen wird.

Die Änderungen der „Selbstbehalte“ sind wie folgt geplant:

950,00 EUR bei einem erwerbstätigen Unterhaltsverpflichteten gegenüber Kindern bis 21 Jahre, die im Haushalt eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden. Bislang belief sich der Selbstbehalt auf 900,00 EUR 770,00 EUR gegenüber Kindern bis 21 Jahre, die im Haushalt eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden, wenn der Unterhaltspflichtige nicht erwerbstätig ist. Dieser „Selbstbehalt“ wird sich im Vergleich zur derzeit geltenden Regelung nicht ändern. 1.150,00 EUR gegenüber volljährigen Kindern, die nicht im Haushalt eines Elternteils leben und/oder sich nicht in der allgemeinen Schulausbildung befinden ...Zum vollständigen Artikel


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