Die lieben Kollegen

Voller Stolz muss der liebe Kollege seinem Mandanten den Titel präsentiert haben. Nachdem der Schuldner, ein zugegeben etwas nachlässiger Besorger eigener Angelegehneiten, nicht zahlte, zeigte der Kollege seinem Mandanten, was er so alles an Zwangsvollstreckung kann. Der Schuldner war zwar offensichtlich solvent, spaßig schien es jedoch, neben dem “normalen” Pfändungsauftrag einen PfüB zu bewirken und diesen an drei Drittschuldner zuzustellen. Im Klartext: Alle Konten wurden dicht gemacht und der Gerichtsvollzieher kam vorbei.

Ob das nötig war, mag man diskutieren. Grenzwertig wurde es später. Alle Pfändungen waren nämlich erfolgreich, so dass die Hauptforderung samt Zinsen und Kosten vierfach zum Gläubiger, bzw. dessen Anwalt (dem lieben Kollegen), floss. In der dortigen Kanzlei schaffte man es auch, zwei der Überzahlungen schnell zurück zu erstatten. Den dritten Batzen jedoch nur teilweise, schließlich waren durch die Pfändung(en) weitere Gebühren und Kosten entstanden.

Der ehemalige Schuldner fragte sich und den gegnerischen Anwalt 2 Monate später, weshalb nicht alles zurückgezahlt wurde und wie sich die einzelnen weiteren Kosten zusammensetzen würden ...

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