Wovon wird einem schlecht im Arbeitsrecht?

Nicht zu viel Polemik: der Autor leidet an einer Magen-/Darmgrippe oder ähnlichen Indisposition. Deshalb gibt es allen Anlass, mir Gedanken zu machen, aus welchen anderen Gründen einem Arbeitsrechtler noch schlecht werden könnte. Zwei aus jüngster Zeit sind mir eingefallen. Man kann sie wie folgt zusammenfassen:

“Und warum zum Teufel kann man da eigentlich nichts machen?”

Gefunden habe ich:

Das LAG Schleswig-Holstein (Urteil v. 26.10.2010 - 3 Sa 315/10) - nicht “mein Fall” -, in dem ein offenbarer Schlechtleister, der drei Abmahnungen erhalten und bei einer Anhörung des Arbeitgebers zu einem erheblichen Schaden dreist gelogen hatte nicht - wir wiederholen: nicht - gekündigt werden kann. Ja, vertretbar ist ja alles. Abmahnung Nr. 4 soll er jetzt bekommen. Was soll das eigentlich? Ja, gut - Abmahnungen müssen jeweils den gleichen Leistungsbereich betreffen wie der Kündigungssachverhalt. Dogmatik ist schön, Fairness ist besser: Das Arbeitsgericht Lübeck hatte ihn über die Klinge springen lassen. Recht so! Irgendwann ist das Maß voll - jenseits aller Dogmatik. Warum kann man hier nicht kündigen?

Das Arbeitsgericht Berlin, das aber als Institution unschuldig ist. In diesem - meinem eigenen - Fall gab es eine GmbH ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK