Roland – So schlecht wie sein Ruf, oder: “Schlimmer geht immer”

Gern hätte ich zum Abschluss des Jahres einmal etwas Positives über diesen Rechtsschutzversicherer berichtet. Aber es ist alles beim alten: Seinem Namensgeber, dem stolzen Recken des Mittelalters (für Interessierte: http://de.wikipedia.org/wiki/Rolandslied), macht dieser Versicherer auch im 21. Jahrhundert keine Ehre. Kein Schwert, das mutig Aktenberge durchschneidet. Kein kühner Angriff, dem Versicherten zur Hilfe zu eilen. Nur trister deutscher Versicherungsalltag:

Der Roland scheint nicht in der Lage, in seinern Schreiben das Aktenzeichen des Rechtsanwalts anzugeben.

Ärgerlich und dumm, aber (leider) nicht neu und auch bei manch anderem Versicherer an der Tagesordnung. Das RSV-Blog hat auch darüber schon berichtet.

Der Roland scheint auch nicht in der Lage, auf seinen Schreiben zutreffende Telefon- und Telefaxverbindungen anzugeben.

Auch das: Ärgerlich, aber auch anderswo schon passiert.

Aber: Nach dem Motto „Schlimmer geht immer“ hat der Roland im hart umkämpften Markt der Rechtsschutzversicherer nun doch noch ein echtes Alleinstellungsmerkmal gefunden:

Der Roland produziert und sammelt ab sofort Altpapier!

Beispiel gefällig ?

Der Roland gewährt meinem Mandanten (im Jahr 2010) Kostenschutz für ein Klageverfahren vor dem Arbeitsgericht. Soweit so gut. Es geht um unbezahlte Löhne in fünfstelliger Höhe. Der Prozess endet (im Jahr 2010) durch Anerkenntnisurteil. Der Arbeitgeber zahlt aber trotzdem weder die rückständigen noch die weiter anfallenden Löhne. Also muss die Zwangsvollstreckung betrieben werden. Und das muss schnell gehen: Auch mein Mandant ist nicht aus Langeweile arbeiten gegangen, sondern weil es für den Lebensunterhalt notwendig war. Das Ausbleiben der Lohnzahlungen hat seine Familie schon in eine erhebliche finanzielle Zwangslage gebracht ...

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