Wikileaks und die Eitelkeit der Politiker

Nun wissen wir es: Im diplomatischen Dienst ist es wie bei Hempels nebenan. Es wird getratscht und gelästert. Das politische Berlin ist jetzt nervös um Schadensbegrenzung bemüht. Es könnte schließlich noch peinlicher kommen. Und deswegen muss die FDP nun den Maulwurf in den eigenen Reihen finden, kann man doch ohnehin einen aggressiven Außenminister nicht auf sich sitzen lassen.

Aber was hat Wikileaks bislang eigentlich enthüllt? Das, was wir ohnehin schon wussten. Na gut, das mit Gaddafi’s vollbusiger Krankenschwester wussten viele nicht. Aber bei Gaddafi wird es auch nicht anders zugehen als im Oral Office. Und im Übrigen haben unsere Politiker selbst den Stoff für die Einschätzungen unserer amerikanischen Freunde geliefert. Zumindest Herr Schäuble. Hat er nicht mit seinem peinlichen Auftritt bei seiner Pressekonferenz bewiesen, dass er tatsächlich ein zorniger alter Mann ist?

Was soll jetzt das dämliche Getue um den Weltfrieden und die Sicherheit von „echten Menschen“, wie es der amerikanische Botschafter Philipp Murphy nannte ...

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