Fall Kachelmann: Neuer Verteidiger Johann Schwenn hat sich schon zu Wort gemeldet

© Jürg Adler / pixelio.de

Im aktuellen Heft des Magazins „Cicero“ für den Monat Dezember 2010 äussert sich der neue Verteidiger des Wettermoderators Jörg Kachelmann, Rechtsanwalt Johann Schwenn, Hamburg, zu dem Prozess (Klick).

Und die Äusserungen lassen darauf schliessen, dass es ab dem nächsten Verhandlungstag im Landgericht Mannheim anders zugehen wird als bisher – eine Terminsverlegung ist übrigens nicht vorgesehen, die Verteidigung fühlt sich „gut vorbereitet“.

Offensichtlich stehen die Zeichen in Mannheim nun auf „Attacke“…

Die Kernthesen von Johann Schwenn:

Vom mutmaßlichen Opfer zum mutmaßlichen Täter ist der Weg nicht weit. Im Kachelmann-Prozess kämpft die Staatsanwaltschaft für die Verurteilung des Angeklagten Seite an Seite mit Alice Schwarzer, die sich zuvor mit der Bild-Zeitung verbündet hatte – und dies gegen die angebliche neue Pest unserer Tage: den sexuellen Missbrauch. Das Verfahren der Staatsanwaltschaft beruht einzig und allein auf dem Versuch der Demontage des Angeklagten, und die Richter der Strafkammer haben sich dem angeschlossen. Es besteht die Gefahr, dass der private Traumatherapeut des mutmasslichen Opfers die Möglichkeit erhält, sich zum Sachverständigen aufzuspielen, wobei Traumatherapeuten entweder dazu beitragen, falsche Aussagen zu generieren oder sie durchzuhalten; Schwenn zitiert den Psychiaters Klaus Dörner: „Die posttraumatische Belastungsstörung ist ein interessengeleitetes Modekonstrukt, an dem Sie Ihre Patienten nach Möglichkeit vorbeisteuern sollten.“ Die Unvernunft des Vorsitzenden der Strafkammer zeigt sich in der Weigerung, die Nebenklägerin über ihr Recht zu belehren, keinerlei Angaben zur Sache zu machen, obwohl das Oberlandesgericht Karlsruhe den Haftbefehl aufgehoben hatte, weil auch eine Falschbezichtigung des Angeklagten in Betracht kam ...Zum vollständigen Artikel


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