Vorratsdatenspeicherung für Urheber?

Die Disco Boys kenne ich nur vom Papier - aus Abmahnungen der Kanzlei Kornmeier & Partner in Filesharing-Fällen. Jetzt tauchen sie auch in einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm auf, ebenfalls in diesem Zusammenhang: Im Rahmen des urheberrechtlichen Auskunftsanspruchs nach § 101 UrhG (Urhebergesetz - ich habe u.a. hier schon mal dazu etwas geschrieben) war hier wohl beantragt worden, dass der betroffene Provider nicht nur die Daten für einen zurückliegenden Verstoß zu sichern und mitzuteilen habe, sondern auch für zukünftige Verstöße. Vorratsdatenspeicherung auf Umwegen, sozusagen. So nicht, sagt das OLG:
"...für das Antragsbegehren der Antragstellerin [besteht] in der Sache keine gesetzliche Grundlage. Die Antragstellerin greift im Kern die Löschungspraxis der Beteiligten an."
Offenbar war ein Filesharer "erwischt" worden, und nun versucht man, dem Provider die Speicherung seiner Verbindungsdaten auch für die Zukunft gerichtlich auferlegen zu lassen. Wahrscheinlich getragen von dem Gedanken: "Wenn er die Datei einmal angeboten hat, wird er es sicherlich auch ein weiteres Mal tun ...Zum vollständigen Artikel

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