WikiLeaks – Sargnagel der Diplomatie?

Ende Oktober wurden auf der Plattform WikiLeaks knapp 400.000 geheime Dokumente der Amerikaner zum Irak-Krieg veröffentlicht. Diese wurden vorab unter anderem dem Spiegel und dem britischen Guardian zur Auswertung zur Verfügung gestellt. Die Veröffentlichung schlug hohe Wellen, die US-Regierung verurteilte die Veröffentlichung auf das schärfste.

Nun, einen Monat später, gelang WikiLeaks der nächste Coup: die Veröffentlichung von gut 240.000 vertraulicher und geheimer Mitteilungen der amerikanischen Außenstellen an die Regierung. Unter anderem finden sich darin Einschätzungen der Regierungen anderer Länder, auch der deutschen.

Die Dokumente stammen aus dem amerikanischen Netz, das die Außenstellen miteinander verbindet. Schätzungsweise 2 Millionen Menschen haben darauf Zugriff; einer von ihnen hat die Daten nun kopiert und an WikiLeaks weitergereicht.

So heißt es zum Beispiel über den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dirk Niebel er sei “eine schräge Wahl” gewesen. Der Bundesminister des Auswärtigen, Guido Westerwelle, wird als “aggressiv” eingeschätzt. Die Einschätzungen selber sind nicht besonders enthüllend, solche und ähnliche Kommentare fanden sich in den deutschen Zeitungen zu Hauf ...

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