Mit Elektrokabel gewürgt: 40 Monate Gefängnis

Angeklagt war er wegen versuchten Mordes, verurteilt wurde er auf den Tag genau ein Jahr nach der Tat wegen vorsätzlicher und gefährlicher Körperverletzung: Ein 42-jähriger Ingenieur aus dem Kreis Würzburg, der seine Ehefrau mit dem Stromkabel eines Radios brutal gewürgt hat, muss für drei Jahre und vier Monate ins Gefängnis.

Es war das kuriose Ende eines ungewöhnlichen Verfahrens: Ausgerechnet das Opfer der Tat wollte als Einzige im Sitzungssaal nicht auf Rechtsmittel gegen das Urteil verzichten. Mit einer Revision hätte die Frau nur erreichen können, dass ihr Mann wegen eines versuchten Tötungsdelikts härter bestraft wird. Doch das will die 40-Jährige gerade nicht. Sie hat keine Anzeige erstattet und vor Gericht nichts zu dem Geschehen in ihrem Schlafzimmer gesagt. „Ich möchte nur, das mein Mann wieder für mich da sein kann. Ich bin aus tiefstem Herzen überzeugt, dass er mich nicht umbringen wollte“, gab sie dem Gericht zur Urteilsberatung mit auf den Weg.

Auf die Verurteilung zu 40 Monaten Gefängnis, von denen ihr Mann in der Untersuchungshaft bereits ein Jahr abgesessen hat, reagierte sie mit Tränen. Es war das Ende eines von vielen Emotionen geprägten Prozesses. Auch der Angeklagte musste sein letztes Wort mehrfach unterbrechen, weil ihm die Tränen kamen. „Ich kann mir immer noch nicht erklären, wie ich meiner geliebten Ehefrau das antun konnte“, sagte er ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK