WVV verklagt Ex-Geschäftsführer und Ex-Oberbürgermeisterin

Mit ihrer Schadensersatz-Klage gegen ihre ehemalige Hausbank wegen der Millionenverluste aus riskanten Zinsgeschäften war die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) bislang nicht erfolgreich. Jetzt will das Unternehmen sich einen Teil der Verluste von ihrem ehemaligen kaufmännischen Geschäftsführer und dem Aufsichtsrat zurückholen. Gestern begann der Zivilprozess vor dem Würzburger Landgericht.

„Wir werden ganz leidenschaftslos klären, wer was zu verantworten hat“, sagte Rechtsanwalt David Herzog, der die WVV in dem neuen Prozess vertritt. Damit fährt die WVV in ihrem Bemühen um Schadensersatz jetzt zweigleisig: Der Bundesgerichtshof (BGH) will nach einer so genannten „Nichtzulassungsbeschwerde“ Anfang Februar entscheiden, ob die Revision des Kommunalunternehmens gegen ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Bamberg zugelassen wird. Das OLG hatte im September 2009 eine Klage der WVV gegen die Deutsche Bank abgewiesen.

2,7 Millionen Euro Schadensersatz fordert der Konzern von dem Kreditinstitut als Ausgleich für Verluste, die durch den Abschluss riskanter Zins-Spekulationsgeschäfte in den Jahren 2005 und 2006 entstanden sind. Dabei hatte die WVV bei so genannten Swap-Geschäften auf Empfehlung der Deutschen Bank auf die künftige Zinsentwicklung spekuliert. Weil sich die Zinsen nach anfänglichen Erfolgen in die falsche Richtung entwickelten, verlor der Konzern insgesamt 4,1 Millionen Euro ...

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