Kachelmann: Reden ist Gold?

Jeder Anwalt und (fast) jeder Richter – sogar ein paar Staatsanwälte – wissen, dass Schweigen das gute Recht eines jeden Angeklagten ist und ihm keinesfalls als Indiz für Schuldigkeit ausgelegt werden darf.

In der normalen Bevölkerung wird dies jedoch oft anders gesehen. Wie der nachfolgende Text aus einem Forum belegt, geht der normale Bürger oft davon aus, dass der unschuldige Angeklagte ja wohl nicht schweigen müsse, sondern den „Irrtum“ ganz einfach durch Reden „aufklären“ könne. Denn wer nichts zu verbergen hat….

Warum schweigt Kachelmann?

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“, sagt das Sprichwort.

Es gibt in unserem Alltag allerdings auch Situationen, in denen Schweigen kein edles Gold ODER Silber, sondern giftiges Blei mit der Schwerkraft uns (und andere) zu versenken, ist: - Wer zum Beispiel ein Verbrechen, zu dessen Klärung seine Aussage beitragen könnte, mit seinem Schweigen deckt und dies auch weiss, der kann sich zu seiner Rechtfertigung weder auf das oben zitierte Sprichwort beziehen, noch auf sein vermeintliches „Recht zu schweigen“, der macht sich mit seinem Schweigen mindestens moralisch, wenn nicht sogar strafrechtlich, schuldig. - Eine andere, für viele Menschen widersprüchliche Situation ist die, dass wir uns und anderen mit unserem Schweigen Schaden zufügen, wobei wir uns allerdings auf unser „Recht zu Schweigen“ berufen können. Eine solche widersprüchliche Konstellation ist dann gegeben, wenn ein Beschuldigter vor Gericht lieber schweigt – und er doch gleichzeitig, hinter dem Schutzschirm legitimierten Schweigens, durch allerlei legale und illegale „Tricks und Kniffs“ versucht, vor Gericht und in der Öffentlichkeit die Glaubwürdigkeit „seines mutmasslichen Opfers“ zu zerstören ...

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