City BKK: Das Bangen geht in die nächste Runde

© Kurt F. Domnik / pixelio.de

Erst meldeten die Medien, dass der City BKK die geordnete Schliessung bevorstehe, doch jetzt sieht es nach einer anderen Lösung aus – vorläufig.

Herbert Schulz, der Chef der City BKK, legte sich in der Vergangenheit mit Krankenhäusern an und feilschte um Rechnungen, er stritt sich mit Pflegediensten über Kosten und schickte den Arbeitgebern seiner Versicherten die Namen jener Ärzte, die am häufigsten krankschreiben. Doch trotzdem erwirtschaftete seine BKK nicht nur ein dickes Minus, sondern konnte auch ihren Versichertenbestand nicht verjüngen. Es blieben ihr viele Versicherte, die alt und krank sind, also hohe Behandlungskosten verursachen. Da sich für die CityBKK kein Fusionspartner finden liess, zeigte Schulz bereits im April dem Bundesversicherungsamt (BVA) an, dass der City BKK die Insolvenz drohe. Am 15. Juli lief die gesetzliche Dreimonatsfrist aus, bis dahin hätte Schulz eine Lösung präsentieren müssen. Es geschah zunächst nichts, und so ging man eigentlich von einer Zerschlagung der CityBKK aus; allerdings drohte dann eine finanzielle Kettenreaktion. Denn wenn eine Kasse in die Pleite rutscht, muss zunächst der jeweilige Kassenverbund für die Forderungen geradestehen, mit bitteren Folgen für die Mitglieder.

Eine Schließung der City BKK würde wohl rund 150 Millionen Euro kosten. Dieses Geld müssten alle Mitgliedskassen des Bundesverbands aufbringen. Auf jedes der etwa zehn Millionen Mitglieder der BKK käme ein Betrag von etwa 15 Euro zu. Diese Ausgaben müssten die Kassen von ihren laufenden Mitteln abzweigen. Exemplarisch würde dies bedeuten, dass große Kassen wie die Deutsche BKK sofort Beträge von mehr als 15 Millionen Euro zahlen müssten, für die BKK Gesundheit wären dies mehr als 20 Millionen Euro – Summen, die diese Kassen selbst in eine Schieflage bringen könnten ...

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