Betriebsbedingte Kündigung nach Änderung des Anforderungsprofils

Ändert sich für einen Arbeitnehmer das Anforderungsprofil und kann er das neue Profil nicht ausfüllen, kann der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis betriebsbedingt kündigen. Die Änderung des Anforderungsprofils muss lediglich aus sachlichen und willkürfreien Gründen erfolgen. In dem vom Landesarbeitsgericht Hamm zu entscheidenden Fall war der Kläger und ausgebildete Diplom-Pädagoge in einer Fachklinik im Bereich der Psychotherapie tätig. Zunächst tolerierte die überwiegend von Trägern der gesetzlichen Sozialversicherung belegte Klinik die Erbringung psychotherapeutischer Leistungen auch durch Diplom-Pädagogen. Durch die Änderung der betreffenden Richtlinie waren derartige Leistungen später jedoch allein Diplom-Psychologen und Psychiatern vorbehalten. Daher forderten die Sozialversicherungsträger die Klinik auf, künftig hierfür nur noch entsprechend ausgebildete Mitarbeiter einzusetzen, was der Arbeitgeber zum Anlass nahm, das Anforderungsprofil für psychologisch-therapeutische Tätigkeiten zu ändern ...

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