Das Finanzamt sucht jetzt verstärkt nach unbekannten Konten

Die Abgeltungsteuer bringt neue Recherchemöglichkeiten auf der Suche nach unbekannten Bankverbindungen. Das nutzt der Fiskus in großem Stil. Die steuerliche Systemumstellung bei der Geldanlage ab 2009 beschert dem Fiskus vielerlei Gründe, wann er einen Kontenabruf hinter dem Rücken der Bürger starten darf. Hatte sich diese seit April 2005 erlaubte Suche nach unbekannten Kontenverbindungen im Praxiseinsatz bislang vorrangig für Vollstreckungsbeamte gelohnt, um Guthaben säumiger Steuerzahler aufzuspüren, geht es nunmehr vorrangig um nicht deklarierte Kapitalerträge und Betriebseinnahmen. Die Kanzlei Ebner Stolz Mönning Bachem aus Stuttgart weist darauf hin, dass die Finanzverwaltung 2009 mit 37.291 Kontenabrufen für steuerliche Zwecke eine neue Rekordmarke aufgestellt und die Abrufe aus 2008 um rund 6.000 übertroffen hat. Zwar behalten Banken die Abgeltungsteuer sofort ein und Erträge und Kursgewinne tauchen generell nicht mehr in der Steuererklärung auf. Doch die Finanzbeamten interessieren sich weiterhin für Konten und Depots, so dass die Kontenabrufe verstärkt weiterlaufen, wie die aktuellen Zahlen zeigen. „Waren es im Startjahr 2005 lediglich 8 ...

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