Strafrecht? Das kann ja jeder…

Irgendwie hält sich in Anwaltskreisen hartnäckig der Glaube, daß man Strafrecht mal eben so nebenbei mit bearbeiten kann, schließlich sei Strafrecht ja eigentlich ganz eingängig und das Haftungsrisiko zudem gering.

Nicht selten fallen Mandanten dann allerdings auf die Nase, wenn ein solcher Verteidiger, der Strafrecht eher als Nebengebiet empfindet, die Revision aus formalen Gründen in den Sand setzt. Daneben gibt es viele Fehler, die bereits in erster Instanz unterlaufen können: Wenn der Verteidiger in erster Instanz nicht die Weichen für eine spätere Revision legt, dann können später die Angriffspunkte gegen das Urteil fehlen. Wird ein Beweisantrag gar nicht erst gestellt, kann das Gericht ihn auch nicht fehlerhaft bescheiden.

Das Strafrecht lebt wie kaum ein anderes Rechtsgebiet von prozessualen Vorschriften, die nicht selten zu Fallstricken werden. Zudem spielt die Musik im Gegensatz etwa zum Zivilrecht in der Hauptverhandlung, so daß Entscheidungen regelmäßig unverzüglich getroffen werden müssen. Hinzu kommt die Formstrenge, an der viele Anwälte scheitern (sei es etwa bei der Begründung einer Revision oder auch bereits dem Formulieren eines Beweisantrages) ...

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