Elena kommt erst mal zwei Jahre später

Nein, Elena ist keine Frau und für die erwähnte Verspätung kann sie nichts. Das gleich mal vorweg. Elena ist die knuffige Abkürzung eines Projekts mit dem sperrigen Namen “Elektronischer Entgeltnachweis”. Danach sind Arbeitgeber seit Januar 2010 gesetzlich dazu verpflichtet, monatlich die Entgeltdaten ihrer Beschäftigten an eine Datenbank bei der Deutschen Rentenversicherung zu übermitteln. Behörden wie zum Beispiel Wohngeld- oder Arbeitslosengeldstellen sollten nach den ursprünglichen Plänen der Koalition diesen Speicher ab Januar 2012 anzapfen, um mit Hilfe der dort versammelten Daten zukünftig ihre Bescheide zu erstellen. Dadurch wären Millionen von Bescheinigungen, die bislang von Arbeitgebern in Papierform ausgestellt werden müssen, überflüssig.

Doch schon bei der Einführung vor knapp einem Jahr hagelte es Kritik! Vom größten Datensammelprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik war die Rede, Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar sprach von einer “unverhältnismäßigen Datensammlung”, die Partei DIE LINKE von einem “Datenmonster“ ...

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