Vom Affen gebissen……

Vor einigen Tagen bin ich auf die PM des LG Magdeburg zum Urt. v. 02.11.2010, 10 O 1082/10 gestoßen.

Überschrift: Zoobetreiber haftet nicht für Affenbiss – In der PM heißt es dann weiter:

“Die 10. Zivilkammer hat heute die Klage der AOK auf Ersatz der Behandlungskosten für einen Affenbiss abgewiesen. Die Stadt Aschersleben als Zoobetreiberin hat damit den Zivilprozess gewonnen.

Das Gericht ist zu der Überzeugung gelangt, dass der verletzten 65jährigen Zoobesucherin ein Mitverschulden von 100 % anzulasten ist. Der Besucherin war aufgrund der Hinweisschilder klar, dass sie sich beim Betreten des Geheges einer wenn auch überschaubaren Gefahr (Affenbiss) aussetzt. Wer sich bewusst aufgrund einer freien eigenverantwortlichen Entscheidung in eine Gefahrensituation begeben hat, kann dann aber nicht Schadensersatz verlangen, wenn sich gerade diese Gefahr realisiert hat.

Die gesetzliche Krankenkasse AOK nimmt die Stadt Aschersleben wegen Behandlungskosten ihrer Versicherten Monika S. in Anspruch. Die Frau besuchte am 23. Mai 2009 den Zoo in Aschersleben und betrat dort auch das Affengehege. Bei dem Gehege handelt es sich um ein für Besucher zugängiges Freilaufgehege, das über eine Schleuse betreten werden kann. Gleich nach dem Betreten des Geheges sprang der Frau ein Totenkopfäffchen auf den Kopf. Erschrocken riss die Frau ihre Hände nach oben, woraufhin der Affe der Versicherten in einen Finger biss. Die Wunde entzündete sich, so dass die Frau stationär behandelt werden musste. Die AOK bezahlte die Behandlungskosten von rund 5.400,00 € und wollte das Geld nun von der Stadt als Zoobetreiberin erstattet haben ...

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