Die Datenwoche im Datenschutz (KW46 2010)

Sie können nicht alles lesen. Hier finden Sie einen subjektiv zusammengestellten Querschnitt zu Datenschutz-Themen dieser Woche (Bildungsbehörde, Widerstand gegen verschärfte Flughafen-Kontrollen, Druck auf die EU-Kommission, Facebook, Automatisierte Erhebung von Kennzahlen, Maximum an Sicherheit, Elena).

Samstag, 13. November 2010

Eine Neusser Daten-Firma verspricht, für jedes Haus das soziale Milieu der Bewohner ausweisen zu können. Hamburgs Bildungsbehörde plant offenbar, entschärfte derartige Informationen einzukaufen. Rund 70 Hamburger Behördenmitarbeiter bekamen von der Firma Microm Consumer Marketing aus Neuss einen Stadtplan mit vielen bunten Punkten vorgeführt. Diese markierten soziale Milieus. Hell- und dunkelrosa Punkte weisen die eher zur Unterschicht gehörenden “Konsum-Materialisten” und “Hedonisten” nach. Dunkelblau steht für “Konservative”, grün für “Postmaterielle”. ”Die können für jede Straße und für jede Hausnummer genau sagen, welche Menschen hinter welcher Wohnung vermutet werden”, berichtet ein Teilnehmer des Workshops, der sich an Vertreter der Bildungsbehörde und der Bezirke richtete. Die Bildungsbehörde sei “offenbar auf dem Trip, diese Daten zu kaufen, um den Zugang zu bildungsfernen Schichten aufzubrechen”, sagt der Mitarbeiter, der seinen Namen nicht nennen möchte. Mehr…

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Sonntag, 14. November 2010

Angesichts neuer Abtastmethoden und des immer massiveren Einsatzes von Nacktscannern braut sich in den USA Widerstand gegen verschärfte Flughafen-Kontrollen zusammen. Bürgerinitiativen rufen Passagiere auf, entweder nicht zu fliegen oder sich aus Protest den Scannern zu verweigern, wie der US-Fernsehsender CNN am Samstag meldete. Eine intensivere Art des Abtastens, die nach den vereitelten Paketbombenanschlägen vorigen Monat eingeführt wurde, empfinden manche als Grabscherei ...

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