Comic-Avatare bei Facebook und die allgemeine Fotonutzung im Internet

Wie wir bereits in unserem Blog-Beitrag vom 18.11.2010 berichteten, haben bei Facebook zwei Portugiesen eine Aktion ins Leben gerufen, der mehrere hunderttausend Nutzer gefolgt sind. Man sollte den Comic-Helden seiner Jugend als Profilbild hochladen. So tummelten sich bei Facebook in den letzten Tagen immer mehr Comic-Helden als Profilbilder der einzelnen Accounts.

Diese rasante Entwicklung hat nun einen Dämpfer bekommen, nachdem bekannt wurde, dass die Nutzung der Bilder möglicherweise rechtswidrig ist.

Es ist interessant, wenn durch das Massenphänomen Facebook das Rechtsbewusstsein der Internetnutzer geschärft werden kann. Denn tatsächlich haben bereits viele Nutzer das Comic-Profilbild wieder entfernt und durch ein eigenes Bild ausgetauscht.

Nachdem wir die Aktion bei Facebook in unserem vorherigen Blogbeitrag unter anderem bereits in Bezug auf eine mögliche Haftung von Facebook selbst kommentiert haben, erscheint es sinnvoll, die Aktion auch noch einmal ausführlicher in Bezug auf die generelle Nutzung von Fotos im Internet zu untersuchen.

Der Umgang mit der Veröffentlichung von Bildern im Internet erscheint oft sehr leichtfertig und teilweise erlangt man tatsächlich den Eindruck, dass einige Nutzer das Internet für einen rechtsfreien Raum halten. Insofern ist es wichtig den rechtlichen Grundgedanken hinsichtlich der Nutzung von Fotos im Internet noch einmal herauszustellen:

Das Onlinestellen von Fotos kann sowohl einen Verstoß gegen das Urhebergesetz als auch einen Verstoß gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht darstellen. Grundsätzlich und vereinfacht heißt das in Bezug auf mögliche Urheberrechtsverletzungen, dass man ein Bild als Urheber, d. h. als Fotograf immer auch online stellen darf, weil der Urheber grundsätzlich auch die Nutzungsrechte an dem Bild hat. Ist man selber nicht der Fotograf und damit nicht Urheber, bedarf man immer einer Einräumung der Nutzungsrechte für die Veröffentlichung im Internet ...

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