Werkstattwahl? BGH: VW-Entscheidung

Haben Geschädigte nach einem unverschuldeten Unfall das Recht eine markengebundene Werkstatt zu beauftragen?

Der BGH hat mit seiner VW-Entscheidung vom 20.10.2009, VI ZR 53/09, die Schadensminderungspflicht des Geschädigten im Falle eines Schadens dahingehend definiert, dass wenn ihm von der Versicherung

- eine (technisch) gleichwertige Reparaturmöglichkeit in einer freien Fachwerkstatt nachgewiesen wird, die er

- ohne weitere Umstände und mühelos annehmen kann und

- bei ihm keine besonderen Umstände, wie etwa

einem Fahrzeugalter von bis zu drei Jahren oder der Nachweis, sein Fahrzeug stets “scheckheftgepflegt” oder nach einem Unfall immer in einer markengebundenen Werkstatt repariert zu haben,

vorliegen, er die Verweisungsmöglichkeit der Versicherung anzunehmen hat. Diese Rechtsprechung ist auch in der BMW-Entscheidung vom 23. Februar 2010, VI ZR 91/09, entsprechend bestätigt worden ...

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