Kirche mit Krypta im Industriegebiet

Ist eine Krypta in einer in einem Industriegebiet gelegenen Kirche bauplanungsrechtlich zulässig oder ist eine solche Krypta mit dem Charakter eines Industriegebiets gebietsunverträglich? Mit dieser Frage hatte sich jetzt das Bundesverwaltungsgericht zu beschäftigen:

Die Klägerin des jetzt vom Bundesverwaltungsgerichts entschiedenen Rechtsstreits ist eine Pfarrgemeinde der Syrisch-Orthodoxen Kirche mit Sitz in Kirchardt. Ihren Antrag auf Genehmigung einer Krypta mit zehn Grabkammern für verstorbene Gemeindepriester im Untergeschoss ihrer in einem Industriegebiet im Einvernehmen mit der Gemeinde genehmigten und errichteten Kirche lehnte die beklagte Stadt Bad Rappenau unter Hinweis auf das hierzu versagte gemeindliche Einvernehmen ab.

Das erstinstanzlich mit der Klage befasste Verwaltungsgericht Stuttgart hatte die beklagte Stadt Bad Rappenau verpflichtet, über den Antrag der Klägerin erneut zu entscheiden. Dagegen hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim in seinem Berufungsurteil das verwaltungsgerichtliche Urteil aufgehoben und die Klage insgesamt abgewiesen. Die Krypta falle, so die Begründung des Verwaltungsgerichtshofs, zwar unter den Nutzungskatalog der im Industriegebiet ausnahmsweise zulässigen Nutzungsarten, sie sei aber gebietsunverträglich ...

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