Jura offensiv studieren!

Wenn ich in der Schule etwas gelernt habe, dass das aktive mündliche Beteiligung einen voranbringt. In der Schule gibt es noch mündliche Noten, so dass ein direkter Anreiz für eine derartige Teilnahme besteht. Dieser Anreiz fehlt im Jurastudium völlig.

Entsprechend laufen die allermeisten Vorlesungen ab. Über 95 % der Vorlesungsteilnehmer der großen Vorlesungen in den ersten Semestern melden sich nicht freiwillig zu Wort. Dabei kann man den meisten Professoren nicht vorwerfen, dass sie Wortmeldungen nicht zulassen oder negativ darauf reagieren. Die meisten gestalten die Vorlesung so, dass eine gewisse Mitarbeit durchaus gefordert wird. Die Resonanz darauf ist selten gut. Entweder der Saal schweigt den Professor nach einer Frage an, oder es gibt immerhin ein paar mutige Studenten, die sich beteiligen. Das ist dann aber immer dieselbe Handvoll.

Genau diese haben aber durch ihr Verhalten und Auftreten große Vorteile, so dass ich allen Studenten, gerade am Anfang des Studiums eine offensive Beteiligung auch in den Vorlesungen ans Herz legen möchte.

Wenn man schon in die Vorlesung geht, sollte man die Zeit möglichst sinnvoll nutzen. Das heißt natürlich nicht SMS schreiben oder Zeitung lesen, wie es das juristische Gedankenkonvolut aus Sicht der Lehre beschrieben hat. Auch ich habe schon Kommilitonen beim Zeitunglesen oder beim Austausch der Wochenenderlebnisse beobachtet. Wer nicht in die Vorlesung kommt, um etwas zu lernen, der geht besser einen Kaffee trinken. Das ist wesentlich gemütlicher, stört die Kommilitonen nicht, verärgert den Dozenten nicht und man lügt sich nicht in die eigene Tasche, dass man ja immer in den Vorlesungen gewesen ist.

Einfach nur anwesend sein und zuhören ist da schon eine Stufe effektiver. Allerdings wird man sich nicht die ganze Zeit konzentrieren können und nur recht wenig behalten ...

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